Sensorische ossäre Stimulation
Seit der Antike nutzen Ärzte der chinesischen Medizin Klänge, Schwingungen und bestimmte Resonanzkörper, um das Gehirn therapeutisch zu beeinflussen. Moderne neurowissenschaftliche Forschung bestätigt, dass solche Schwingungen Wachstumsprozesse, Stoffwechsel und Funktion des Gehirns messbar beeinflussen können.
Diese Fähigkeit zur gezielten Neuvernetzung des Gehirns nennt man Neuroplastizität. Das ist die Kraft zur Regeneration bei Entwicklungsstörungen, nach schweren Erkrankungen oder Schäden, die mit zunehmendem Lebensalter eintreten können.
Die moderne sensorische ossäre Stimulationstherapie kann man also als die moderne und technisch ausgereifte Version eines uralten Heilverfahrens verstehen.
Sensorische Verarbeitung und Hörverarbeitung
Dieser Ansatz ist vor allem für Erkrankungen wichtig, die mit Störungen der sensorischen Verarbeitung einhergehen – insbesondere im Bereich der Hörreizverarbeitung.
Es kommt vor, dass während der Entwicklung im Mutterleib durch Traumata, Stress, neurologische Erkrankungen oder andere Einflüsse auch die Hörverarbeitung beeinträchtigt wird. Die Ursache liegt oft darin, dass die beiden Gehirnhälften die Hörreize nicht gleichzeitig und nicht gleich stark verarbeiten.
Dieser Mechanismus spielt eine Rolle bei Erkrankungen wie:
- ◆ ADS / ADHS
- ◆ Tinnitus
- ◆ Hörsturz
- ◆ Autismus-Spektrum-Störungen
- ◆ Parkinson
- ◆ Demenz
Verbesserung der Synchronisation der Hirnhälften
Wenn die Hörverarbeitung des rechten und linken Ohres deutlich voneinander abweicht, kann dies die Zusammenarbeit beider Hirnhälften deutlich beeinträchtigen und eine Vielzahl von Symptomen auslösen. Die Klangtherapie zielt darauf ab, neben der Hörverarbeitung in erster Linie die Synchronisation zwischen der rechten und linken Hirnhälfte zu verbessern, um das Zusammenwirken der verschiedener Sinnesareale zu optimieren.
Ein bildlicher Vergleich
Das Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Computer. Seine Leistung steigt, wenn zwei zentrale „Rechenmodule“ optimal miteinander synchron arbeiten.
Eine gestörte Synchronisation entspricht zwei Motherboards, die nicht richtig zusammenarbeiten und dadurch Leistung verlieren. Die gezielte Knochenstimulation kann diese Synchronisation verbessern – und damit die Leistungsfähigkeit steigern.
Wie die ossäre Stimulation wirkt
Bei der sensorischen ossären Stimulationstherapie werden Schwingungsreize gezielt über den Knochenapparat in den Schädel und die Hirnwasserräume (Liquor) übertragen. Sie wirken direkt auf mehrere Gehirnregionen und können:
- ◆ das neurovegetative Nervensystem modulieren,
- ◆ Spannungszustände regulieren,
- ◆ die sensorische Verarbeitung – insbesondere von Hörreizen – deutlich verbessern.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Studien – auch mittels Magnetenzephalographie (MEG) – zeigen, dass diese Stimulation nachweisbare Veränderungen der Gehirnaktivität bewirkt.
Professor Peter Schneider forscht seit über 25 Jahren zu diesen Effekten und veröffentlichte zahlreiche Arbeiten in internationalen peer-reviewten Fachzeitschriften.
Zusammengefasst
Die Therapie unterstützt die Neuroplastizität – also die Fähigkeit des Gehirns, neue funktionelle Verbindungen auszubilden. Dadurch kann die Sinneswahrnehmung stabiler und die Reizverarbeitung effizienter werden.
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