Forschung

Publikationen nach Kategorien und Indikationen.

Aptamers as a novel tool for diagnostics and therapy
Kadioglu O, Malczyk AH, Greten HJ, Efferth T

Aptamere sind kurze Nukleinsäure-Moleküle, die hoch spezifisch an Zielproteine binden. Einleitung: Potential für Diagnostik (Erkennung/Monitoring) und Therapie (gezieltes Abfangen von Signalproteinen oder Wirkstoff-Transport). Vorteile: präzise Bindung, flexible Herstellung. Herausforderung: Stabilität, Abgabe im Körper, klinische Validierung. Die Arbeit befasst sich mit einer neuen Methode zur Detektion winziger Mengen von Bestandteilen in Zellen und biologischen Systemen. Diese sogenannten Aptamere ermöglichen die Detektion von Stoffen in geringen Mengen ähnlich wie Antikörper. Es ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten wie nach der Erfindung der monoklonalen Antikörper in den achtziger Jahren.

Doctrine of Signatures – Mystic Heritage or Outdated Relict from Middle-Aged Phytotherapy?

Publikation: Efferth T, Greten HJ. Medicinal & Aromatic Plants. 2016;5:4

Die Lehre der Signaturen (Pflanzenmerkmale weisen auf Heilwirkung hin) wird historisch eingeordnet und kritisch beleuchtet. Die Autoren betonen, dass Evidenzbasierung und Qualitätskontrolle heutige Standards sind; „Signaturen“ können zwar Hypothesen generieren, ersetzen aber keine wissenschaftliche Prüfung. Fazit: Tradition als kultureller Kontext – ja: klinische Anwendung erfordert moderne Methodik und belastbare Daten. In Zeiten der evidenzbasierten Medizin, bei der ein Arzneimittel nur dann als wirksam betrachtet wird, wenn sein molekularer Mechanismus erforscht und seine Wirksamkeit in randomisierten plazebokontrollierten Doppelblindstudien nachgewiesen sind, gehen traditionelle Heilverfahren mehr und mehr verloren. Ein Beispiel hierfür ist die Lehre der signatura plantarum, die bis in die Antike zurückreicht. Die meisten, wenn nicht sogar alle traditionellen Medizinsysteme wurzeln in erfahrungsbasierten Heilverfahren, die auch nicht rationale, mystische Elemente enthalten. Dies gilt auch für die europäische Phytotherapie, die die Lehre der Signaturen entwickelte. Zwar mag sie aus wissenschaftlicher Sicht veraltet sein, doch zieht sie noch heute Wissenschaftler und Laien an.

Doctrine of Signatures – Mystic Heritage or Outdated Relict from Middle-Aged Phytotherapy?

Publikation: Efferth T, Greten HJ. Medicinal & Aromatic Plants. 2016;5:4

Die Lehre der Signaturen (Pflanzenmerkmale weisen auf Heilwirkung hin) wird historisch eingeordnet und kritisch beleuchtet. Die Autoren betonen, dass Evidenzbasierung und Qualitätskontrolle heutige Standards sind; „Signaturen“ können zwar Hypothesen generieren, ersetzen aber keine wissenschaftliche Prüfung. Fazit: Tradition als kultureller Kontext – ja: klinische Anwendung erfordert moderne Methodik und belastbare Daten. In Zeiten der evidenzbasierten Medizin, bei der ein Arzneimittel nur dann als wirksam betrachtet wird, wenn sein molekularer Mechanismus erforscht und seine Wirksamkeit in randomisierten plazebokontrollierten Doppelblindstudien nachgewiesen sind, gehen traditionelle Heilverfahren mehr und mehr verloren. Ein Beispiel hierfür ist die Lehre der signatura plantarum, die bis in die Antike zurückreicht. Die meisten, wenn nicht sogar alle traditionellen Medizinsysteme wurzeln in erfahrungsbasierten Heilverfahren, die auch nicht rationale, mystische Elemente enthalten. Dies gilt auch für die europäische Phytotherapie, die die Lehre der Signaturen entwickelte. Zwar mag sie aus wissenschaftlicher Sicht veraltet sein, doch zieht sie noch heute Wissenschaftler und Laien an.

Biopiracy of natural products and good bioprospecting practice

Autor(en): Efferth T, Banerjee M, Paul NW, Abdelfatah S, Arend J, Elhassan G, Hamdoun S, Hamm R, Hong C, Kadioglu O, Naß J, Ochwangi D, Ooko E, Ozenver N, Saeed MEM, Schneider M, Seo EJ, Wu CF, Yan G, Zeino M, Zhao Q, Abu-Darwish MS, Andersch K, Alexie G, Bessarab D, Bhakta-Guha D, Bolzani V, Dapat E, Donenko FV, Efferth M, Greten HJ, Gunatilaka L, Hussein AA, Karadeniz A, Khalid HE, Kuete V, Lee IS, Liu L, Midiwo J, Mora R, Nakagawa H, Ngassapa O, Noysang C, Omosa LK, Roland FH, Shahat AA, Saab A, Saeed EM, Shan L, Titinchi SJJ

Publikation: Phytomedicine. 2016 Feb 15;23(2):166–173

DOI: 10.1016/j.phymed.2015.12.006

Basierend auf wissenschaftlichen Kooperationen der Abteilung für Pharmazeutische Biologie (Johannes Gutenberg-Universität, Mainz) mit Wissenschaftlern aus fünf Kontinenten, die in den letzten zehn Jahren ethnopharmakologische Projekte bearbeitet haben, wurde ein informelles. Ziel des Kommunikationsnetzwerks von Wissenschaftlern von fünf Kontinenten mit dem Namen ‘PhytCancer- Phytotherapy ot fight cancer” ist es, eine unabhängige, nicht kommerzielle und akademische Plattform für den Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu schaffen und die rationale Entwicklung von hochwirksamen, aber erschwinglichen Phytotherapeutika im Gegensatz zu den hochpreisigen Krebsmedikamenten oder der konventionellen Medizin zu fördern und gesellschaftliche Probleme im Zusammenhang mit Ethnomedizin und Ethnopharmakologie zu diskutieren. In dieser Arbeit werden Probleme im Zusammenhang mit der unethischen Nutzung und Kommerzialisierung von Bioressourcen und traditionellem Wissen indigener Gemeinschaften diskutiert. In diesem Sinne versteht sich PhytCancer als interdisziplinäres Forum an der Schnittstelle zwischen Lebenswissenschaft und Geisteswissenschaften.

Self-medication with nutritional supplements and herbal over-the-counter products

Autor(en): Eichhorn T, Greten HJ, Efferth T

Viele Menschen greifen zu frei verkäuflichen Vitaminen und Kräutern – oft ohne ärztliche Begleitung. Die Autoren fassen Chancen und Risiken zusammen: mögliche Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit Medikamenten und Qualitätsprobleme. Sie plädieren für informierte Entscheidungen, transparente Kennzeichnung und Arztgespräche bei Dauereinnahme oder Vorerkrankungen. Für Patienten heißt das: „Natürlich“ ist nicht automatisch „harmlos“ – bitte Qualität, Dosierung und Interaktionen beachten. Die Arbeit befasst sich mit Sicherheitsaspekten von sogenannten OTC-Produkten. Diese Over-the-Counter-Produkte können von jedem frei erworben werden. In dem Artikel geht es um die Möglichkeiten, Sicherheitsaspekte und spezielle andere Perspektiven im Rahmen der Pflanzenheilkunde speziell der Chinesischen Medizin. Solche Stellungnahmen sind wichtig, um den Prozess der Integration der Chinesischen Medizin zu befördern.

Animal plant warfare and secondary metabolite evolution

Autor(en): Wöll S, Hee Kim SH, Greten HJ, Efferth T

Warum bilden Pflanzen „Abwehrchemikalien“, die auf Tiere (und den Menschen) wirken? Die Einleitung zeichnet das evolutionsbiologische „Wettrüsten“ nach: Pflanzen entwickeln Toxine, Tiere Gegenzüge (z. B. CYP-Enzyme) – bis hin zu Prodrugs, die erst im Tier toxisch werden. Dieses Verständnis hilft, Wirkprinzipien von Heilpflanzen zu deuten und Phytotherapie heute sicherer und gezielter einzusetzen. Der Artikel befasst sich mit der grundsätzlichen Frage, warum Pflanzen Abwehrstoffe bilden und so genannte andere und andere sogenannte Sekundärmetabolite, die wir als Heilstoffe verwenden. Diese interessante Frage ist wichtig, um die Wirkung und Erzeugung von Wirkstoffen durch Heilpflanzen grundsätzlich zu verstehen

Quality Control for Medicinal Plants

Autor(en): Efferth T, Greten HJ

Publikation: Medicinal & Aromatic Plants 2012;1:7

Der Beitrag erklärt, warum Identität, Reinheit und Gehaltsbestimmung von Heilpflanzen entscheidend sind. Variierende Herkunft, Verfälschungen und Kontaminationen gefährden Wirksamkeit und Sicherheit. Vorgestellt werden moderne Standards (z. B. DNA-Barcoding), analytische Fingerprints und regulatorische Anforderungen als Basis evidenzbasierter Phytotherapie. Für Patienten bedeutet gute Qualitätssicherung: reproduzierbare Wirkung und weniger Risiken. Es ist eine verbreitete Erfahrung, wie wirksam Pflanzenprodukte sind. Wichtig ist aber auch die Qualitätskontrolle der Medizinalpflanzen, deren Probleme in dem Artikel eingehend besprochen werden. Der eine Autor ist Europas bester Phytopharmakologe der Chinesischen Medizin, der zweite Autor Deutschlands Nummer Eins der Naturheilkunde gemäß dem Ranking der 100 besten Ärzte Deutschlands (Tina No. 39/2010)

Are conduits superconductor-like and supported by tetrahedra structure of hyaluronic matrix in living systems? New perspectives

Autor(en): Fromknecht R, Goncalves M, Greten HJ, Machado J

Hypothese zur „Fernkommunikation“ im Gewebe: Könnte die extrazelluläre Matrix – insbesondere Hyaluronsäure – leitfähige Strukturen bilden, die superleiter-ähnliche Effekte zeigen? Die Einleitung verbindet biophysikalische Modelle (u. a. Protonen-„Hopping“, Kohärenzphänomene) mit Beobachtungen aus der Integrativmedizin. Klinisch explorativ, aber potenziell relevant, um systemische Effekte lokaler Reize (z. B. durch Qigong/Akupunktur) zu verstehen. Leitbahnen (conduits) wurden früher auch als Meridiane bezeichnet. Sie eine der wesentlichen Grundlagen der Akupunkturwirkungen, die nach modernen Erkenntnissen auf Reflexen beruhen. In diesem Grundlagenartikel werden die möglichen Bestandteile der Leitbahnen chemisch diskutiert. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, ob sie supraleitfähigen Strukturen der Physik ähneln. Grundlagenforschung der Akupunkturphysiologie

The European directive on traditional herbal medicinal products: friend or foe for plant-based therapies?
Efferth T, Greten HJ

Publikation: JCIM 2012;10(4):357–361

Kommentar zur EU-Richtlinie für traditionelle pflanzliche Arzneimittel. Chancen: einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Risiken: Hürden für kleine Hersteller und traditionelle Rezepturen. Für Patienten bringt die Regulierung mehr Verlässlichkeit bei zugelassenen Präparaten; individuelle Mischungen bleiben aber ein Feld, das sorgfältig ärztlich begleitet werden sollte. Die Europäische Gemeinschaft reguliert den Verkauf der chinesischen Heilkräuter. Es ist wichtig, auch über solche Aspekte aufzuklären und gesetzliche Regelungen zu kennen, zu unterstützen und staatliche Stellen gegebenenfalls zu beraten.

Acupuncture improves chemotherapy-induced neuropathy explored by neurophysiological and clinical outcomes – The randomized, controlled, cross-over ACUCIN trial

Publikation: Thomas Friedemann; Edda Kark; Nida Cao; Matthias Klaßen; Gesa Meyer-Hamme; Henry Johannes Greten; Matthias Rostock; Elisabeth Buhlmann; Aiguang Zhao; Sven Schröder. Phytomedicine 104 (2022) 154294

Randomisierte, kontrollierte Cross-over-Studie bei chemotherapie-induzierter Polyneuropathie (CIPN). Untersucht wurden neurophysiologische Kennwerte (z. B. Nervenleitmessungen) und klinische Symptome. Unter Akupunktur zeigten sich Verbesserungen sensorischer Funktionen und eine Linderung typischer Beschwerden (Kribbeln, Taubheit). Die Behandlung war gut verträglich. Die Autoren empfehlen größere Folgestudien zur Bestätigung der Langzeiteffekte. 13.3 Heilpflanzen

Genomic landscape analyses in cervical carcinoma and consequences for treatment

Autor(en): Diefenbach D, Greten HJ, Efferth T

Publikation: Current Opinion in Pharmacology 2020;54:142-157

Übersicht zu Genetik und Therapie beim Zervixkarzinom: Rolle von HPV (Genotypisierung, Integration, Methyl-Haplotypen), NGS-Diagnostik und typische DNA-Alterationen. Diskutiert werden Resistenzmechanismen, Radio-/Chemotherapie, zielgerichtete Substanzen und prognostische Marker. Klinisch relevant: molekulare Profile können Therapieantwort und Radiosensitivität beeinflussen. Für Patienten bedeutet das: präzisere Auswahl von Behandlungen durch moderne molekulare Diagnostik

Traditional Medicine with Plants – Present and Past

Autor(en): Efferth T, Greten HJ

Publikation: Med Aromat Plants 2014, 3:3

DOI: .org/10.4172/2167-0412.1000e151.

Editorial zu Traditioneller Medizin und Pflanzenheilkunde: Definitionen (WHO), Rolle in Entwicklungs- und Industrieländern, wachsende Forschungsinitiativen und akzeptierte CAM-Nutzung. Kernbotschaft: Naturheilmittel bleiben bedeutsam – ihre Wirksamkeit/Sicherheit müssen mit moderner Methodik belegt werden. Die Autoren zeigen die Geschichte und zukünftigen Perspektiven der traditionellen Pflanzenmedizin auf.

Medicinal and Aromatic Plant Research in the 21st Century
Efferth T, Greten HJ

Publikation: Medicinal Aromatic Plants 2012;1:2

Editorial zum Stand der Arznei- und Gewürzpflanzen-Forschung: Von Qualitätskontrolle über Wirkmechanismen bis zu klinischen Prüfungen. Es wird skizziert, wie moderne Analytik und Regulierung die sichere Nutzung pflanzlicher Therapien ermöglichen. Für Anwenderen heißt das: besser untersuchte Produkte, klarere Standards – und eine Brücke zwischen Tradition und Evidenz. Die Aspekte der Medizinal- und aromatischen Pflanzen und ihre Erforschung werden von zwei Fachleuten dargestellt. Davon ist der eine ein Molekularbiologe und Pflanzenforscher ersten Ranges, der andere wurde im Ranking der 100 besten Ärzte Deutschlands in Fach Naturheilkunde an Nummer eins platziert (Tina Nr. 39/2010).

MCC1019, a selective inhibitor of the Polo-box domain of Polo-like kinase 1 as novel, potent anticancer candidate

Publikation: Sara Abdelfatah, Angela Berg, Qi Huang, Li Jun Yang, Sami Hamdoun, Anette Klinger, Henry J. Greten, Edmond Fleischer, Thorsten Berg, Vincent K.W. Wong, Thomas Efferth Acta Pharmaceutica Sinica B. 2019

DOI: 10.1016/j.apsb.2019.02.001.

PLK1 ist ein zentraler Zellzyklus-Regulator und onkologisches Ziel. MCC1019 hemmt selektiv die Polo-box-Domäne (PBD) von PLK1 und bremst so das Tumorwachstum in Zell- und Modellsystemen. Gezeigt werden Bindung an die PBD, gestörte Spindelbildung, Zellzyklusarrest und Zelltod. Für Patienten eröffnet das einen neuen, gezielten Therapieansatz; zur klinischen Anwendung sind Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien erforderlich.

Acupuncture improves chemotherapy-induced neuropathy explored by neurophysiological and clinical outcomes – The randomized, controlled, cross-over ACUCIN trial

Publikation: Thomas Friedemann; Edda Kark; Nida Cao; Matthias Klaßen; Gesa Meyer-Hamme; Henry Johannes Greten; Matthias Rostock; Elisabeth Buhlmann; Aiguang Zhao; Sven Schröder. Phytomedicine 104 (2022) 154294

Randomisierte, kontrollierte Cross-over-Studie bei chemotherapie-induzierter Polyneuropathie (CIPN). Untersucht wurden neurophysiologische Kennwerte (z. B. Nervenleitmessungen) und klinische Symptome. Unter Akupunktur zeigten sich Verbesserungen sensorischer Funktionen und eine Linderung typischer Beschwerden (Kribbeln, Taubheit). Die Behandlung war gut verträglich. Die Autoren empfehlen größere Folgestudien zur Bestätigung der Langzeiteffekte.

Identification of Novel Rare ABCC1 Transporter Mutations in Tumor Biopsies of Cancer Patients

Autor(en): Onat Kadioglu, Mohamed E. M. Saeed, Markus Munder, Andreas Spuller, Henry Johannes Greten, Thomas Efferth

Publikation: Cells.2020;9(2):299

Seltene Varianten von ABC-Transportern können Chemotherapieresistenzen prägen. In Tumorbiopsien von 18 Patienten wurden 12 ABC-Transporter analysiert; neuartige seltene ABCC1-Mutationen fielen auf (u. a. Nonsense-Mutationen). Strukturmodellierungen und Vergleich zum Wildtyp deuten mögliche Funktionsänderungen an. Klinisch relevant als Grundlage für personalisierte Therapie und Resistenz-Monitoring; Validierung in größeren Kohorten erforderlich.

Effect of ABC transporter expression and mutational status on survival rates of cancer patients

Autor(en): Kadioglu O, Saeed MEM, Munder M, Spuller A, Greten HJ, Efferth T

Publikation: Biomed Pharmacother Sep 2020.

ABC-Transporter können Krebszellen gegen Therapien unempfindlich machen. Die Studie verknüpft Mutations-/Expressionsdaten dieser Transporter mit Überlebensdaten von Patienten. Methoden umfassen RNA-Sequenzierung, Mutationsanalysen, Homologiemodelle und Docking. Ergebnis: bestimmte Muster gehen mit schlechterem Outcome einher; in vitro werden zusätzlich zytotoxische Profile gezeigt. Für Patienten unterstreicht das die Bedeutung personalisierter Therapieentscheidungen und potenzieller Hemm-Strategien gegen Arzneimittel-Efflux.

Repurposing of Bromocriptine for Cancer Therapy

Autor(en): Ean-Jeong Seo, Yoshikazu Sugimoto, Henry Johannes Greten, Thomas Efferth.

Publikation: Frontiers in Pharmacology. 2018;9:1030

DOI: 10.3389/fphar.2018.01030.

Die Arbeit prüft, ob das Parkinson-Medikament Bromocriptin gegen Tumorzellen eingesetzt werden kann. In Zellkulturen zeigte Bromocriptin eine deutliche Wachstumshemmung – auch bei schwer behandelbaren, medikamentenresistenten Zellen. Analysen deuten auf Effekte bei Signalwegen, Zellzyklus und programmierter Zellzerstörung hin. Die Autoren diskutieren außerdem mögliche Kombinationen mit Standardtherapien. Für Patienten heißt das: ein bereits zugelassenes Medikament könnte künftig onkologisch nutzbar werden; dafür braucht es klinische Studien.

Effects of Acupuncture on Gait of and Isobologram Analysis of the Combination of Ascorbic Acid and Curcumin—Two Main Metabolites of Curcuma longa—in Cancer Cells

Autor(en): Edna Ooko, Onat Kadioglu, Henry J. Greten, Thomas Efferth

Publikation: Front Pharmacol 2017

DOI: 10.3389/fphar.2017.00038

In Tumorzelllinien wurde die Kombination Curcumin/Ascorbic Acid mit Isobologramm-Analyse (Loewe-Modell) geprüft. Die Mischung zeigte überwiegend additive Zytotoxizität (u. a. in CCRF-CEM, CEM/ADR5000, HCT116 p53+/+). Pharmakogenomische Muster halfen, Ansprechen/Resistenz zu erklären. Klinischer Nutzen lässt sich daraus noch nicht ableiten, aber die Daten stützen rationale Kombinationen pflanzlicher Wirkstoffe. Wichtig für Patienten: präklinische Ergebnisse, keine Therapieempfehlung ohne Studien am Menschen.

Pharmacogenomics of Scopoletin in Tumor Cells

Autor(en): Seo EJ, Saeed M, Law BYK, Wu AG, Kadioglu O, Greten HJ, Efferth T

Publikation: Molecules. 2016;21(4):496

Untersucht wird die Zytotoxizität des Naturstoffs Scopoletin in einem breiten Tumorzell-Panel inklusive multidrug-resistenter Linien. Pharmakogenomische Analysen identifizieren Genexpressions-Signaturen, die Ansprechen und Resistenz vorhersagen. In silico-Befunde (u. a. Docking) liefern Hinweise auf potenzielle Zielwege. Klinische Bedeutung: Ansatzpunkte für personalisierte Auswahl und Kombinationstherapien, um Resistenzbarrieren zu umgehen – aktuell präklinisch. Arzneimittelresistenz und schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie erfordern die Entwicklung neuer Krebsmittel. Naturstoffe sind eine wertvolle Quelle für die Arzneimittelentwicklung. Scopoletin ist eine Cumarinverbinndung, die in verschiedenen Artemisia-Spezies vorkommt. Diese Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Scopoletin aufgrund seiner günstigen Wirkung gegen bestimmte Tumorzellen als Leitsubstanz für die Arzneimittelentwicklung dienen könnte. Zur Erkundung des vollen therapeutischen Potenzials dieses Naturstoffs sollten weitere Forschungen erfolgen .

Deutsche Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin e.V.
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